Symptomkontrolle in der Palliativmedizin

Martina Kern, Bonn und Friedemann Nauck, Göttingen

Die wirksame und konsequente Behandlung quälender Symptome ist die wesentliche Voraussetzung für Lebensqualität im Angesicht einer unheilbaren, chronisch fortschreitenden Erkrankung. Nicht ausreichend behandelte Schmerzen aber auch die zahlreichen anderen Symptome, wie Luftnot, Unruhe, Angst, Übelkeit, Erbrechen verhindern Krankheitsbearbeitung und -bewältigung. In den Grundsätzen der Bundesärztekammer zur ärztlichen Sterbebegleitung heißt es: "Der Arzt ist verpflichtet, Sterbenden so zu helfen, dass sie in Würde zu sterben vermögen. Die Hilfe besteht neben palliativer Behandlung in Beistand und Sorge für Basisbetreuung. Bei Sterbenden kann die Linderung des Leidens so im Vordergrund stehen, dass eine möglicherweise unvermeidbare Lebensverkürzung hingenommen werden darf ...“.
Neben einer adäquaten Schmerztherapie und Symptomkontrolle ist eine mitfühlende, „empathische“, nicht mitleidende Begleitung notwendig, die nicht nur die Nöte, sondern auch das Sterben selber anspricht und nicht die Begegnung mit dem anderen durch Instrumentalismus unmöglich macht. Ärzte und Pflegende dürfen ihre Aufgabe nicht ausschließlich in der Heilung sehen, sondern auch in Leidenslinderung durch kompetente Schmerztherapie, Symptomkontrolle und psychosoziale Begleitung.
Ziel des Workshops ist es, gemeinsam Umgangsstrategien bei schwieriger Symptomkontrolle am Lebensende zu erarbeiten.