Verhungern und Verdursten.
Nahrungsverweigerung bei Demenzkranken

DDr. Marina Kojer, Dr. Martina Schmidl

Dr. med. Dr. phil. Marina Kojer, Ärztin für Allgemeinmedizin und Psychologin. Begründerin und langjährige Leiterin (1989 – 2003) der 1. Med. Abteilung für Palliativmedizinische Geriatrie A. o. Mitglied der IFF (Fakultät für Interdisziplinäre Forschung und Fortbildung der Universität Klagenfurt). Lehrbeauftragte für Palliative Geriatrie im Internationalen Palliativlehrgang der IFF, Abteilung Palliative Care und OrganisationsEthik.

Dr. med. Martina Schmidl, Ärztin für Allgemeinmedizin. Oberärztin an der 1. Medizinischen Abteilung für Palliativmedizinische Geriatrie, Leitung der Palliativen Demenzstation im Geriatriezentrum am Wienerwald (GZW), Wien. Entwicklung eines palliativen Betreuungskonzepts (gemeinsam mit Stationsleitung DGKS Ursula Gutenthaler) für hochbetagte Demenzkranken.. Weiterführendes Studium in Palliative Care an der IFF (Fakultät für Interdisziplinäre Forschung und Fortbildung der Universität Klagenfurt, Abteilung Palliative Care und OrganisationsEthik)..

Bei vielen demenzkranken alten Menschen werden im Verlauf ihrer Erkrankung die Flüssigkeitszufuhr, mehr noch die (einigermaßen adäquate) Nahrungsaufnahme zunehmend problematisch. Angehörige und professionelle Betreuer (vor allem Ärzte und Pflegepersonen) stehen meist ratlos vor einer sich stetig zuspitzenden Problematik, geraten zunehmend unter Druck und wählen immer häufiger die PEG-Sonde als Ausweg aus dem Dilemma. Daneben nimmt auch die Zahl der PEG-Sonden, die weder aus ethischen Erwägungen noch aus Fürsorglichkeit sondern aus rein wirtschaftlichen Gründen (Zeit- Personal- Geldersparnis) gesetzt werden, kontinuierlich zu.
In dem Workshop sollen wesentliche Aspekte der Nahrungsverweigerung, ihre Ursachen und Konsequenzen, sowie Probleme der Sondenernährung bei demenzkranken Menschen bearbeitet und diskutiert werden.