Beiblatt für Pflegegeldanträge bei PalliativpatientInnen

Dipl. SozialarbeiterInnen der Palliativeinrichtungen (Palliativstation/Palliativ-konsiliardienst) des KH d. Elisabethinen; DSA Angelika Kreuzer, DSA Katharina Postl, Mag.a (FH) Elisabeth Krenn
Alle: KH der Elisabethinen, Elisabethinergasse 14, A-8020 Graz, Tel. ++ 43 / 3 16 / 70 63 – 21 70 Fax. ++ 43 / 3 16 / 70 63 – 21 88, sozialarbeit@elisabethinen.at

Zu den Aufgaben eines/einer DSA im Krankenhaus gehört auch die Abklärung und Geltentmachung von sozialrechtlichen Ansprüchen. Einen Großteil machen dabei Pflegegeldanträge aus. Das Pflegegeld ist für viele PatientInnen eine wesentliche Leistung, ohne die Pflegeleistungen unterschiedlicher Art nur schwer finanzierbar wären.
Besonders im Palliativbereich stellt das Pflegegeld einen unabdingbaren Beitrag dar, die oft sehr aufwendige, zeit- und kostenintensive Pflege zu finanzieren. Da die meisten PalliativpatientInnen eine sehr begrenzte Lebenszeit haben, ist es notwendig, das Pflegegeldverfahren so rasch wie möglich abzuwickeln.
Die PVA hat zu diesem Zweck ein Beiblatt erstellt, welches das Verfahren wesentlich beschleunigen sollte. Ausgefüllt wird das Beiblatt von ÄrztInnen und Dipl. Pflegepersonen einer Hospiz –oder Palliativmedizinschen Einrichtung. Diese Informationen ersetzen im Großteil Österreichs die Untersuchung durch einen Vertragsarzt/Ärztin. Eine Ausnahme stellt die Steiermark dar, wo trotz Beiblatt nicht auf die Untersuchung verzichtet wird. In diesem Fall führt das Beiblatt aber zu einer wesentlich rascheren Begutachtung durch den Vertragsarzt/Ärztin, wobei die vorhandenen Informationen einen wichtigen Anhaltspunkt darstellen.

Das Poster zeigt einen Vergleich der unterschiedlichen Handhabung der Pensionsversicherungsträger in der Steiermark. Die bearbeitete Fragestellung lautet: Welche Auswirkungen hat das Beiblatt der PVA für PalliativpatientInnen auf den Zeitrahmen der Antragserledigung. Dazu wurden die innerhalb eines halben Jahres gestellten 52 Pflegegeldanträge der Palliativstation im Krankenhaus der Elisabethinen Graz (acht Betten) herangezogen und die unterschiedlichen Bearbeitungszeiträume (Antragstellung – Untersuchung – Erledigung) einander gegenüber gestellt. Die Ergebnisse werden mittels Balkendiagrammen dargestellt und zeigen sehr eindeutig, dass sich die Bearbeitungszeiträume bei jenen Pensionsversicherungsträgen deutlich verringern, die das Palliativbeiblatt berücksichtigen.