Gedanken von Frau BM Maria Rauch-Kallat

Rauch-Kallat am Hospiz- und Palliativ Care-Tag: Todkranke brauchen menschliche Nähe und beste Betreuung bis zuletzt

Österreichweite palliativmedizinische Vollversorgung im stationären Akutbereich muss sichergestellt werden

„Obwohl Österreich eines der weltweit leistungsfähigsten Gesundheitssysteme bietet, ist leider niemand von uns davor gefeit, unheilbar zu erkranken oder einen geliebten Menschen zu verlieren“, sagte Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat heute, Freitag. „Der Aktionstag am kommenden Samstag ist deshalb eine wichtige Gelegenheit, um die Bedeutung von Hospiz- und Palliativdiensten hervorzuheben. Menschliche Nähe ist in solchen Situationen ganz sicher die größte Hilfe, die man einem Sterbenden bieten kann.“

Ein großer Teil der palliativen Betreuung wird in Österreich im familiären Umfeld geleistet. Deshalb hat der Dachverband Hospiz Österreich gemeinsam mit dem Gesundheitsministerium und dem Bundeskanzleramt den Ratgeber „Begleiten bis zuletzt“ erarbeitet. In ihm finden Angehörige wichtige Informationen über die Grundlagen der Hospizarbeit, die Familienhospizkarenz, die Patientenverfügung, Beispiele aus der Praxis und vieles mehr.

Natürlich liegt die palliative Betreuung in Österreich nicht ausschließlich in der Hand der Familie. „Auch auf institutioneller Ebene sind wir seit vielen Jahren dabei, eine intensive Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Kompetenzbereichen zu fördern und damit eine umfassende Hospiz- und Palliativversorgung in allen neun Bundesländern sicherzustellen“, sagte die Gesundheitsministerin.

Ziel sei die Realisierung einer österreichweiten palliativmedizinischen Vollversorgung im stationären Akutbereich. Die Umsetzung des Bedarfskonzeptes schreite zügig voran und mit Ende 2005 waren bereits 18 Standorte mit 164 Betten realisiert. Daneben haben einige Bundesländer eigene Konzepte entwickelt bzw. umgesetzt. „Für die Zukunft gilt es, diesen erfolgreichen Weg weiterzugehen und die Finanzierung einer qualitätsgesicherten, wohnortnahen palliativmedizinischen Versorgung sicherzustellen“, so Rauch-Kallat abschließend.