Mal- und Gestaltungstherapie für onkologische Patienten

Dipl. ET Barbara Vogt-Fux

Was ist Mal- und Gestaltungstherapie?
Mal- und Gestaltungstherape ist eine noch sehr junge Therapieform.
Im Vordergrund der Mal- und Gestaltungstherapie steht zunächst das Erlebnis ohne Zwang, Vorschrift oder Kritik schöpferisch zu sein. Die angebotenen Materialien sind diverse Malmittel wie Gouachefarben oder Kreiden und Ton. Vorkenntnisse sind nicht nötig!!

Stimmungen, persönliche Lebensthemen, belastende Gefühle, aber auch Wünsche, Bedürfnisse und Kraftquellen finden in der Mal-und Gestaltungstherapie eine Möglichkeit sich nonverbal auszudrücken.

Im Anschluß an das Malen/Plastizieren wird der Entstehungsprozess und das fertige Werk im Gespräch reflektiert.
Warum wird Mal-und Gestaltungstherapie mehr und mehr im klinischen Rahmen angeboten?
Diese Therapieform unterstützt die Patienten im Umgang mit ihrer Erkrankung und trägt dazu bei die Lebensqualität zu verbessern.
Die Diagnose einer schwerwiegenden Erkrankung schockiert. Gerade die Diagnose Krebs wird assoziiert mit eventuellem tödlichem Ausgang und belastenden Therapien. Als Patient wird man bei der Diagnosestellung und im Verlauf der Behandlung mit Gefühlen konfrontiert, für die Worte oftmals nicht ausreichen. Für solche belastenden Situationen stellt das Malen und Gestalten eine alternative nonverbale Ausdrucksmöglichkeit dar.

Durch die Besprechung der entstandenen Werke kommt es zu einer bewußteren Wahrnehmung der eigenen Person: was tut mir gut, was brauche ich für meine Genesung, welche Verhaltensweisen möchte ich ändern, was gibt mir Kraft und Halt in meinem Leben, welchen Sinn hat die Erkrankung auf meinem Lebensweg.

Zusätzlich ist der Gemeinschaftsaspekt wesentlich. Die Patienten erleben sich in der gestaltungstherapeutischen Gruppe als gebendes und nehmendes Mitglied, als Teil einer Gemeinschaft, was seelischer Isolation entgegenwirkt