Cannabis in der Palliativmedizin – klinische Aspekte

Univ. Doz. Dr. Rudolf Likar
Dr. Ernst Rupacher
Dr. Mario Molnar
Dr. Daniela Jakob-Fuchs

Alle: LKH Klagenfurt, Zentrum für Interdisziplinäre Schmerztherapie, Onkologie und Palliativmedizin (ZISOP)

Es gibt die Cannabinoid – Rezeptoren Typ 1 im zentralen Nervensystem, im peripheren Nervensystem, in den Reproduktionsorganen.

Die Cannabinoid – Rezeptoren Typ 2 im Immunsystem, Mikroglia und im Hirnstamm.

Das Endocannabinoid – System im Zentralnervensystem ist verantwortlich für Schmerzverarbeitung, Gedächtnis- und Bewegungsabläufe, Lernprozesse, Appetit, Mobilitätssteuerung, Angstverarbeitung, Schlafinduktion und die Immunmodulation.

Dronabinol wird in der Palliativmedizin zur Behandlung von Übelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit verwendet. Wir verwenden Dronabinol 0,25% in folgender Dosierung:

Wir starteten mit Dronabinol 2 x 2,5 mg, wenn am dritten Behandlungstag keine ausreichende Verbesserung der Symptomatik verzeichnet werden kann, Steigerung auf 2 x 5 mg. Wenn am 6. Tag noch immer keine ausreichende Symptomlinderung aufgetreten ist, Steigerung auf 2 x 10 mg.

Übelkeit und Erbrechen wie auch die Appetitlosigkeit wurden anhand einer fünfteiligen Skala dokumentiert, und die Nebenwirkungen wurden auch aufgezeichnet.

Zusammenfassung
Wir konnten bei der Anwendung von Dronabinol eine deutliche Verbesserung der Symptomatik Übelkeit, Erbrechen und Appetitlosigkeit verzeichnen.