Hospiz- und Palliativversorgung in Österreich – Entwicklungen und aktueller Stand

Dr. Johann BAUMGARTNER

In Österreich erfolgte in den letzten Jahren eine beständige Weiterentwicklung der spezialisierten Hospiz- und Palliativversorgung. Im Jahr 2004 wurde das Konzept der abgestuften Hospiz- und Palliativversorgung vom Österreichischen Institut für Gesundheitswesen (ÖBIG) gemeinsam mit Experten im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit und Frauen (BMGF) erarbeitet. Ein Meilenstein der weiteren Entwicklung war, dass in der Bund-/Ländervereinbarung nach Art. 15a „Über Organisation und Finanzierung des Gesundheitswesens“ eine „Deklaration“ der österreichischen Gesundheitspolitik zur Hospiz- und Palliativversorgung inkludiert werden konnte. Folgerichtig, um österreichweit abgestimmte Rahmenbedingungen und Empfehlungen für eine flächendeckende, bedarfsgerechte und einheitliche Versorgung zu erarbeiten, wurde im Frühjahr 2005 eine Arbeitsgruppe aus Vertretern des Bundes (BMGF, BMSG), der Länder, der Sozialversicherungsträger sowie der Ärztekammer eingerichtet. Zwei Unterarbeitsgruppen haben Empfehlungen zum Auf- und Ausbau sowie Grundlagen für den Diskussions- und Entscheidungsprozess in Bezug auf die Finanzierung dieses Versorgungsbereiches aufbereitet. Die Ergebnisse dieser Arbeitsgruppe liegen vor.
Es steht nun an, dass nach erfolgter Regierungsbildung auf höchster politischer Ebene Weichenstellungen bei offenen Grundsatzfragen für die weitere Integration der abgestuften Hospiz- und Palliativversorgung ins System getroffen werden.