Pflege in einem Palliativmedizinischen Konsiliardienst

Beate Augustyn

Neben der profesionellen klinischen und ambulanten Versorgung von schwerstkranken und sterbenden Menschen, wird zukünftig dem palliativmedizinischen Konsiliardienst eine weit größere Bedeutung eingeräumt werden, wie bisher. Zahlen aus England belegen es: neben der ambulanten palliativen Versorgung steigt die Nachfrage und der Bedarf nach Errichtung palliativmedizinischer Konsiliardienste. Hier geht es darum, allen Patienten - wo auch immer sie gepflegt werden – im stationären Bereich, in Kliniken oder in Alten- und Pflegeheimen, im ambulanten oder im tagesstationären Bereich – die Möglichkeit einer angemessen ganzheitlichen palliativen Medizin, Pflege und Begleitung zukommen zu lassen. Als Ziel steht an allen Orten die Wiederherstellung oder Erhaltung der bestmöglichen Lebensqualität des Patienten im Vordergrund.
Anhand der 5-jährigen Erfahrung eines Palliativmedizinschen Konsiliardienstes am Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität München Großhadern wird aufgezeigt, wie ein Konsiliardienst aufgebaut und arbeitsfähig werden kann. Die vielfältigen Herausforderungen in der Organisation, Struktur und der unterschiedlichen Aufgaben der Teammitglieder bilden hierbei den Schwerpunkt. So könnte es gelingen, einen „Kulturwandel“ im Umgang mit Schwerkranken, Sterbenden und Verstorbenen, sowie deren Angehörigen in vielen Einrichtungen zu bewirken.